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TV-Schnee

Welcher TV-Schnee fällt gerade auf meinem Screen? TV und Film-Blog aus der S-Perspektive.

Montag, November 20, 2006

Pimp my 007

Ein Mann ist im Alter von 44 Jahren im besten Alter, kommt vielleicht in die Midlife Crisis und kauft sich ne Harley, weil er meint, das kann ja noch nicht alles gewesen sein. Das sagten sich die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson, der der Stiefsohn des legendären Bond-Produzenten ist, wohl auch und verpassten dem Agenten im ein totales Make-over. Vergessen ist die Opulenz und Dekadenz der achtziger Jahre, es wurde höchste Zeit, Bond entweder zu pensionieren oder mit der 21. Fortsetzung endlich ins 21. Jahrhundert zu bringen. wird ordentlich gepimpt! Einiges verändert sich, einiges bleibt. Was wäre 007 ohne die legendären Bond-Girls? Allerdings ist es vorbei damit, den Helden anzuschmachten. Die Girls Eva Green als Vesper Lynd und Caterina Molino als Schurkenfreundin Solange nehmen das Ruder selbst in die Hand und agieren als gleichberechtigte, selbstbewusste Frauen. Einst stieg Ursula Andress in der ersten Bond-Verfilmung "Dr. No" aus dem Jahr 1962 als Honey Rider im verführerischen Bikini aus dem Wasser. Heute kommt, nicht weniger lässig, der neue Bond-Darsteller in blauer Badehose an den Strand – und er macht dabei keine schlechtere Figur. Craig spielt in Casino Royale "007" James Bond, den besten, verführerischsten und tödlichsten Agenten im Geheimdienst Ihrer Majestät. Im Vorfeld wurde er oft als Weichei oder James Blond verspottet, aber bereits im britischen Film "Layer Cake" hatte er hervorragend den harten Burschen gemimt. Craig kann mehr, als lediglich schick im Smoking oder in blauer Badehose aussehen, so stehen schließlich auch internationale Erfolge wie Spielbergs "München" und "Road to Perdition" in seinem Lebenslauf. "Wenn du Bond spielst und dir dabei keine blauen Flecken holst, machst du was falsch", kommentiert er lakonisch sämtliche Softie-Gerüchte. War am Ende alles Schlechtreden nur ein raffinierter Marketing-Gag? Ohne gutes Drehbuch nutzt dem besten Bond-Darsteller auch keine schwarze Haarfarbe. Dafür holte man Paul Haggis ins Autorenteam. Er schreibt derzeit die erfolgreichsten Drehbücher von Hollywood und hat gerade zweimal hintereinander den Oscar für "Million Dollar Baby" und "LA Crash" gewonnen. Damit nicht genug. Back to Basics wollte man mit der Verfilmung des ersten James Bond Romans von Ian Flemming gehen und holte den Regisseur Martin Campbell an Bord, der für die erfolgreiche Bond-Verfilmung "GoldenEye" verantwortlich zeichnet. Gedreht wurde im Vereinigten Königreich, der Tschechischen Republik, Deutschland und den USA. Die erste Geheim-Mission führt James Bond zu Le Chiffre (Mads Mikkelsen), dem Bankier weltweit agierender Terroristen. Um das Terror-Netzwerk zu zerschlagen, muss Bond Le Chiffre bei einem Pokerspiel um sehr hohe Einsätze im Casino Royale besiegen. Es schmeckt ihm zunächst gar nicht, dass ihm eine schöne Beamtin des britischen Schatzamtes, Vesper Lynd (Eva Green), seinen Einsatz für das Spiel aushändigen und das Geld der Regierung bewachen soll. Doch nachdem Bond und Vesper gemeinsam eine Serie tödlicher Anschläge von Le Chiffre und seinen Handlangern überlebt haben, kommen sie sich näher. Das bringt beide in noch größere Gefahr und wird Bonds Leben für immer prägen … "Casino Royale" läuft am 23. November in Deutschland an. Bereits zwei Tage vorher wird im CineStar Kino am Potsdamer Platz in Berlin die Deutschlandpremiere stattfinden. Über den roten Teppich werden neben Daniel Craig auch seine Co-Stars Caterina Murino und Mads Mikkelsen, sowie Regisseur Martin Campbell und die Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael Wilson schreiten. Von Susanne Döpke und Tschiponnique Skupin/ Artikel inklusive Bilder: Interview mit Ober-Bond-Fan

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